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je nach Bedarf können zwei weitere Zeit-
und des Forschungsprojekts SPEAK. Das
die digitale Lösung muss rechtzeitig ge-
punkte hinzukommen. So werden sprach-
Zentrum für Verwaltungsforschung, KDZ,
plant und erprobt werden. Eine kontinu-
liche Kompetenzen kontinuierlich doku-
hat außerdem Teilanalysen zum Mittel-
ierliche Evaluation ermöglicht die wissen-
mentiert.
einsatz durchgeführt. Die strukturierte
schaftlich fundierte Weiterentwicklung.
wissenschaftliche Nutzung zentral verDie Elementarpädagoginnen und Ele-
fügbarer Daten steht noch am Anfang.
Welche Stolpersteine gab es bei der
mentarpädagogen analysieren die Ergeb-
Hier liegt großes Potenzial.
Einführung in Österreich? Was
nisse, welche der Sprachbildung im Alltag
würden Sie anderen Ländern raten?
und der gezielten Förderung von Kindern
Wo sehen Sie den größten Entwick-
mit spezifischem Bedarf dienen. Sie kön-
lungsbedarf?
nen auch für Elterngespräche und die Zu-
Entscheidend ist die Akzeptanz in der Praxis. Pädagogische Fachkräfte müssen den
sammenarbeit mit weiteren Begleitper-
Die Daten sollten systematischer für indi-
Nutzen für ihre tägliche Arbeit erkennen
sonen genutzt werden.
viduelle Förderung, Qualitätsentwick-
und dürfen sich nicht lediglich als Daten-
lung, Bildungssteuerung und Evaluation
erfassende verstehen. Das Verfahren muss
Je nach Ausgestaltung im Bundesland
genutzt werden. Ein österreichweit ein-
der Förderung von Kindern dienen – nicht
werden die Ergebnisse auf Einrichtungs-
heitliches digitales Verfahren könnte den
Auswahl- oder Kontrollmechanismen.
ebene anonymisiert und/oder aggregiert
Verwaltungsaufwand verringern, die Da-
übermittelt. Der Standort wird über die
tenqualität verbessern und Ergebnisse
Mein Rat: Ziele gemeinsam festlegen, die
Kindergartenstandortkennzahl, kurz
schneller verfügbar machen. Ebenso
Praxis früh einbinden, wissenschaftliche
KSKZ, identifiziert. Die Länder melden die
wichtig sind verständliche und praxisori-
Qualität sichern und ausreichend Zeit für
zusammengefassten Zahlen anschlie-
entierte Rückmeldungen an die Einrich-
die Einführung einplanen. Fachkräfte
ßend über eine standardisierte Software
tungen sowie Vergleichs- und Entwick-
brauchen von Beginn an fachliche, organi-
an das Bundesministerium für Bildung.
lungsberichte, die Reflexion und Aus-
satorische und technische Unterstüt-
tausch unterstützen.
zung. ■
Was geschieht mit den Daten nach
der Datenübermittlung?
Außerdem sollten Bildungsbiografien
vom Kindergarten über den Übergang in
In den Einrichtungen bilden sie eine
die Volksschule bis zum Schulabschluss
Grundlage für Elterngespräche und pass-
betrachtet werden. So ließe sich besser
genaue Sprachförderangebote. Sie sind
untersuchen, wie nachhaltig frühe Sprach-
außerdem ein Teilelement beim Übergang
förderung wirkt. Regelmäßige Schulun-
in die Volksschule: Für jedes Kind ist ein
gen und die Begleitung der pädagogi-
verpflichtendes Übergabeblatt seitens
schen Fachkräfte bleiben unverzichtbar.
der Erziehungsberechtigten an die Volksschule zu übergeben.
Deutschland verfügt bislang über
kein bundesweit einheitliches und
Auf Landesebene dienen die Daten vor al-
verpflichtendes Verfahren zur
lem der Ressourcenplanung. Sie helfen
Sprachstandserhebung. Welche
dabei, personelle Unterstützung für Ein-
Voraussetzungen sind aus österrei-
richtungen mit vielen Kindern mit frühem
chischer Sicht entscheidend?
sprachlichem Förderbedarf zu organisieren. Im Bundesministerium für Bildung
Zunächst braucht es ein klares gemeinsa-
wird geprüft, ob die Zweckzuschüsse wid-
mes Bekenntnis und einen erkennbaren
mungsgemäß eingesetzt werden. Außer-
Mehrwert für Kinder, Einrichtungen und
dem wird eine Wirkungskennzahl ermit-
das Bildungssystem. Alle beteiligten Ge-
telt: Sie zeigt, um wie viele Kinder sich der
bietskörperschaften und Trägerschaften
Förderbedarf nach einer Maßnahme in-
müssen einbezogen werden. Gemeinsam
nerhalb eines Kindergartenjahres verrin-
ist zu klären, welche Ziele verfolgt wer-
gert hat. Dafür werden dieselben Kinder
den, welche Kinder beobachtet werden,
zu Beginn und am Ende der Förderung
wann die Erhebung stattfindet und wie
betrachtet.
die Daten verarbeitet werden.
Werden die Daten wissenschaftlich
Unverzichtbar sind wissenschaftliche Ex-
ausgewertet?
pertise und die frühe Beteiligung pädago-
* Die Vereinbarung gemäß Art. 15a
B-VG ist eine verbindliche Vereinbarung zwischen dem Bund und den
Bundesländern Österreichs zur frühen
sprachlichen Förderung in institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen. Sie legt gemeinsame Standards
für die Sprachstandsfeststellung und
die Förderung von Kindern mit Unterstützungsbedarf fest.
Alexander Kissner, MSc, ist Abteilungsleiter im
österreichischen Bundesministerium für Bildung
und verantwortete die Verhandlungen zur
Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über die
Elementarpädagogik auf Verwaltungsebene
federführend.
gischer Fachkräfte. Sie brauchen passenBisher nur in begrenztem Umfang – unter
de Fort- und Weiterbildungen sowie fach-
anderem im Rahmen meiner Masterarbeit
liche und technische Unterstützung. Auch
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