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Titelthema
Sprache macht startklar
Im Jahr 2022 hat Fröbel eine Entscheidung getroffen, die heute in allen der
über 250 Kitas des Trägers spürbar ist: Ab dem zweiten Lebensjahr wird die
Sprachkompetenz jedes Kindes systematisch erfasst. Mit dem Beobachtungsverfahren BaSiK dokumentieren die Fachkräfte nicht nur ihre Arbeit. Sie leiten
pädagogisches Handeln daraus ab und entwickeln für jedes Kind individuelle
Angebote. Fröbel-Geschäftsführer Stefan Spieker erklärt, warum dieser Schritt
ein Paradigmenwechsel ist und – flächendeckend eingesetzt – die Wirksamkeit
der Kita als Bildungseinrichtung ganz entscheidend verändern könnte.
Kinder verbringen in den ersten Lebensjahren täglich zahlreiche Stunden in
Krippen und Kindergärten. In dieser Lebensphase entwickelt sich Sprache mit
einer Geschwindigkeit, die später nicht
mehr erreicht wird. Wer Sprachbildung in
dieser Phase systematisch verankert, investiert in etwas, das sich nicht nachholen lässt. Wir bei Fröbel verstehen eine
gute Sprachbildung als eine unserer
wichtigsten Aufgaben. Alle Kinder in unseren über 250 Einrichtungen sollen
sprachlich startklar sein, wenn sie den
Übergang von der Kita in die Schule vollziehen.
Sprache als Schlüssel zur Teilhabe
Hinter dieser Aufgabe steht mehr als ein
pädagogisches Anliegen. Der IQB-Bildungstrend belegt, dass ein wachsender
Anteil der Viertklässlerinnen und Viertklässler die Mindeststandards im Lesen
verfehlt. PISA bestätigt dieses Bild auf
der Sekundarstufe. Der Zusammenhang
zwischen sozialer Herkunft und Sprachkompetenz bleibt dabei erschreckend
stabil. Die Ständige Wissenschaftliche
Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) hat diese Entwicklung aufgegriffen und die Förderung sprachlicher
Basiskompetenzen als prioritäre bildungspolitische Aufgabe benannt. Ihre