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Tipps für Fachkräfte
Bunte Ideenkiste für die Praxis
Alltagsintegrierte Sprachbildung klingt gut –
aber wie funktioniert das genau? Mit diesen Tipps
kann Sprachbildung im Kita-Alltag abwechslungsreich integriert und gestaltet werden.
Gemeinsam vertieft nachdenken
Sprache entwickelt sich bei Kindern besonders gut in längeren,
echten Dialogen – zum Beispiel beim Sustained Shared Thinking. Damit ist eine besondere Form des gemeinsamen Nachdenkens auf Augenhöhe gemeint: Fachkraft und Kind nähern
sich gemeinsam einem Thema an, stellen Fragen, entwickeln
Ideen und denken weiter. Ausgangspunkt können Beobachtungen aus dem Kita-Alltag sein oder Themen, die Kinder selbst
einbringen.
Dialogisches Lesen
Vorlesen und Bilderbücher betrachten fördert die Sprachentwicklung – besonders dann, wenn dialogisches Lesen stattfindet. Dabei steht nicht das Buch im Mittelpunkt, sondern
darüber ins Gespräch zu kommen. Das Buch dient als
Gesprächsanlass, regt die Fantasie an und lädt Kinder ein, sich
Geben Sie Kindern die Gelegenheit, eigene Interessen, Gedanken und Hypothesen zu äußern – und greifen Sie die Themen
und Ideen der Kinder aktiv auf, um gemeinsam tiefere Überlegungen zu entwickeln. So entsteht Interaktionsqualität, welche
Neugier und Freude am Sprechen fördert.
So kann Sustained Shared Thinking entstehen:
• Zugewandt und wirklich interessiert sein: Eine offene
Haltung und echte Neugier signalisieren dem Kind: Deine
Gedanken sind wichtig und werden gehört.
• Offene Fragen stellen: W-Fragen laden zum Nachdenken und
Weiterreden ein: „Was denkst du, warum…?", „Was wäre,
wenn…?“. So können längere Antworten entstehen.
• Denkzeit lassen: Pausen nach Fragen aushalten – Kinder
brauchen Zeit, um Gedanken zu entwickeln und diese in
Worte zu fassen.
aktiv zu beteiligen, ihre Gedanken zu äußern und die Geschichte mitzugestalten. So wird aus Vorlesen ein Dialog und Zuhörende werden zu Erzählenden. Kinder erweitern dabei ihren Wortschatz, vertiefen ihr Sprachverständnis und erleben: Meine
Gedanken und Ideen sind wichtig.
So kann dialogisches Lesen gelingen:
• Fragen stellen und Raum geben: Offene Fragen laden zum
Nachdenken und zum Gespräch ein: „Was siehst du hier?“,
„Was ist da gerade passiert?“, „Wie könnte die Geschichte
weitergehen?“ Vorlesepausen geben Kindern Raum für Kommentare, eigene Ideen und Nachfragen.
• Kindliche Erfahrungen aufgreifen: Fragen wie „Hast du das
schon mal erlebt?“ oder „Wie würdest du dich da fühlen?“
verbinden die Geschichte mit der Lebenswelt der Kinder.
• Das Gespräch wichtiger nehmen als das Weiterlesen: Dialogisches Lesen hat kein festes Ziel, die Geschichte zu Ende zu
lesen. Ein Gespräch, das Kinder bewegt und beschäftigt, ist
wichtiger als das nächste Kapitel.
Sprachspiele-App
Mehr Infos unter:
sprachspiele-biss.de
„Die App ‚Sprachspiele mit BiSS‘ kann dabei helfen, aus den BaSiKErgebnissen passende Unterstützungsideen abzuleiten: Ein Klick
auf den entsprechenden Sprachbereich der BaSiK-Subskala – und es
werden zahlreiche Spielideen für den Kita-Alltag vorgeschlagen.“
Dr. Claudia Wirts, Wissenschaftliche Referentin am Staatsinstitut für Frühpädagogik
und Medienkompetenz (IFP); Mitentwicklerin von Sprachspiele mit BISS
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