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Fachpraxis
Von „Ich trau mich nicht“
zu „Ich kann das!“
Das Fröbel-Partnerprogramm „Ich kann
sche Fachkraft geht darauf ein, benennt das Gefühl, gibt Sicher-
das!“ befähigt Kinder in teilnehmenden
und Körperwahrnehmung. In der Verkehrserziehung sind es oft
heit – und plötzlich entstehen Gespräche über Mut, Vertrauen
Fröbel-Kindergärten, ihren Alltag
die Rückfragen, die zeigen, wie Kinder denken: „Warum muss ich
selbstsicher, aktiv und bewusst mitzu-
Störung – sie sind Sprachanlässe! Wenn ein Kind selbst erklä-
gestalten – mit praktischem Wissen
in den Bereichen Ernährung, Verkehrserziehung, Schwimmen und Erste Hilfe.
Welche Rolle Sprache dabei spielt,
warten, obwohl kein Auto kommt?" Solche Fragen sind keine
ren kann, warum es an der roten Ampel wartet, hat es viel mehr
verstanden als durch bloßes Nachmachen.
Gilt das auch für ein so ernstes Thema wie Erste Hilfe?
Gerade dort ist es besonders eindrücklich. Erste Hilfe ist für
Kinder zunächst eine sehr ungewohnte Situation – da liegt je-
erzählt uns Marcel Köhnen, Projektleiter
mand auf dem Boden, da passiert etwas Unerwartetes. Und
von „Ich kann das!“.
„Was siehst du?", „Was kannst du tun?", „Wen rufst du?". Wir
genau dann brauchen Kinder klare, verständliche Sprache:
üben mit den Kindern, Beobachtungen in Worte zu fassen:
„Der fällt um", „Der atmet komisch", „Ich hole Hilfe". Das klingt
vielleicht klein, aber es ist enorm wichtig. Sprache gibt in
Das Programm „Ich kann das!" setzt auf praktisches
Erleben. Sprachbildung klingt erst einmal nach weniger
Bewegung. Wie hängt beides zusammen?
Das ist eine schöne Frage – bei unserem Programm beobachten
wir, wie eng beides tatsächlich miteinander verwoben ist. Wenn
Kinder beim Kochen eine Zwiebel schneiden, passiert unglaublich viel: Sie riechen, sie spüren – und sie reden. „Das brennt in
den Augen!", „Wie viel kommt da rein?", „Was passiert, wenn wir
das zu lange kochen?" Diese Fragen kommen ganz von selbst.
Unsere Aufgabe ist es, genau diese Momente bewusst aufzugreifen und die Situationen sprachlich sensibel zu begleiten.
Wie zeigt sich das in den anderen Bereichen des
Programms?
Überall auf ähnliche Weise – und jedes Mal auf seine eigene Art.
Beim Schwimmen steht ein Kind am Beckenrand und sagt: „Ich
trau mich nicht." Das ist ein kostbarer Moment. Die pädagogi-
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