260907_KINDgerecht_Inhalt_210x285_DRUCK_01 - Flipbook - Page 49
belastenden Momenten Handlungssicherheit. Kinder, die gelernt haben, zu benennen, was sie sehen, können auch in
schwierigen Situationen handlungsfähig bleiben – und das
stärkt ihr Selbstvertrauen nachhaltig.
Wie berücksichtigt ihr, dass Kinder teils sehr
unterschiedliche sprachliche Voraussetzungen mitbringen?
Das ist uns ganz wichtig. Nicht jedes Kind traut sich sofort zu
sprechen, nicht jedes drückt sich gleich aus. Manche Kinder
kommen mit einer anderen Familiensprache, andere brauchen
einfach mehr Zeit. Deshalb schulen wir die Fachkräfte darin,
feinfühlig zu beobachten und die Kinder zum Sprechen einzula-
„ICH KANN DAS!“
den. Ein ermunterndes Nicken, eine offene Frage, ein ruhiger
Blick – das schafft Vertrauen. Und Vertrauen ist die Voraussetzung dafür, dass Kinder sich überhaupt äußern.
Reichweite
Das Pilotprojekt läuft aktuell
vor allem in Fröbel-Einrichtungen
in Nordrhein-Westfalen.
Seit dem Start des Programms konnten
in den verschiedenen Bereichen rund
1.000 Kinder
teilnehmen.
Unsere Partner
Wie kommt das Programm bei den Familien und den
Schwimmschule Sharky
Kindern an?
ADAC – Aufgepasst mit ADACUS
Sehr positiv – das erleben wir deutlich. Eltern und Kinder schät-
örtliche Polizeibezirksdienste
zen vor allem die Praxisnähe und die sichtbare Wirkung: Kinder
Fips gGmbH (Tochtergesellschaft des ASB Köln e. V.) –
werden selbstständiger, selbstbewusster und tragen das nach
Fips und Co Junior
Hause. Ein Vater, selbst Arzt, hat sich nach dem Erste-Hilfe-Mo-
Deutsches Rotes Kreuz PowerPänz
dul bei uns gemeldet: Seine Tochter hatte ihm abends stolz die
ASB Bochum e. V. u. a.
stabile Seitenlage gezeigt. Das sagt eigentlich alles. Was uns
außerdem wichtig war: Das Programm ist so gestaltet, dass es
wirklich alle Kinder erreicht – ohne zusätzliche organisatorische
oder finanzielle Hürden für die Familien. Zugänglichkeit war von
Anfang an ein zentraler Anspruch.
Wie wird die Wirkung des Programms gemessen?
Wir arbeiten mit einem Mix aus qualitativen und quantitativen
Instrumenten: strukturierte Beobachtungen der pädagogischen Fachkräfte, Auswertungen von Entwicklungsverläufen,
Elternbefragungen und projektbezogene Erhebungen zu den
Weitere Infos
froebel-gruppe.de/ich-kann-das
Das Interview wurde
geführt mit:
Marcel Köhnen,
Projektleiter des Programms
„Ich kann das!“ bei Fröbel
einzelnen Modulen. Die Einbindung in Systeme wie BaSiK
ist noch in Arbeit – das Programm befindet sich ja noch in
der Pilotphase. Diese Phase nutzen wir bewusst, um unsere
Instrumente zur Wirkungsmessung weiterzuentwickeln und
zu schärfen. ■
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