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Fachpraxis
Mehrsprachige Kinder
kultursensibel fördern
Heute wachsen viele Kinder mit mehr als einer Sprache auf. Zu Hause wird
vielleicht Spanisch, Arabisch, Polnisch oder Türkisch gesprochen – in der Kita
kommt Deutsch dazu. Viele Eltern stellen sich die Frage: Ist mein Kind mit
seiner Familiensprache in der Kita wirklich willkommen? Im Interview gibt
Anna Ponce Recio Einblicke in den mehrsprachigen Kita-Alltag bei Fröbel. Sie
ist Mitglied im neu gegründeten Beirat für kultursensible Pädagogik bei Fröbel.
Was ist bei der Arbeit mit mehrsprachigen Kindern und ihren Familien
besonders wichtig?
Zuhören und nachfragen, statt vorschnell zu handeln oder zu bewerten.
Jede Familie bringt eine persönliche
Geschichte mit. Entscheidend ist eine
sensible Einschätzung. Familienkultur ist
individuell und nicht automatisch mit
einem Herkunftsland gleichzusetzen. Es
geht darum, die Vielfalt der Kulturen
gemeinsam zu entdecken, statt sie nur
punktuell abzuhaken. Viel wichtiger ist
die Frage: Welche Feste sind euch wichtig? Was möchtet ihr einbringen? Und
sich als Team, als Fachkraft immer wieder
die Perspektivfrage stellen: Wie könnte
sich die Familie gerade fühlen, in welcher
Situation befindet sie sich?
Wie gelingt es, mehrere Sprachen
im Kita-Alltag wertschätzend
einzusetzen?
Sprachen sind Brücken, keine Barrieren,
und regen oft Dialoge unter Kindern an.
In vielen Teams gibt es große sprachliche
Ressourcen, die kompetent genutzt
werden können – sei es durch entsprechendes Personal oder mit digitaler Un-
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