FRÖBEL-Jahresbericht 2022: FRÖBEL bewegt - Bericht - Seite 218
Aus der pädagogischen Arbeit in Polen nehme ich
die Erkenntnis mit, dass eine festgelegte inhaltliche
Wochenplanung der Bildungsangebote als Orientierung für das Team und die Eltern dient und für
ein entspanntes Arbeitsklima sorgt.
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Am Ende jeder Woche wurde innerhalb des Teams
auf der Grundlage der beobachteten Interessen
und Anlässe besprochen, welche Angebote in der
kommenden Woche vorbereitet werden sollen.
Durch diesen Plan konnte man sich als Fachkraft
Da meine Einrichtung, die „Taunuspänz“, ebenfalls
eine zweisprachige Einrichtung ist, konnte ich dem
Team in Polen wertvolle Vorschläge für die Umsetzung der bilingualen Arbeit machen. So nutzen
wir zum Beispiel Piktogramme zur visuellen Unter-
orientieren und frühzeitig auf dieses Angebot
vorbereiten und die Eltern vorab informieren, was
die Woche über passiert. Der Plan ließ trotzdem
auch Freiräume für spontane Angebote und
Impulse.
stützung und beschriften Gegenstände in beiden
Sprachen. Auch von der Gestaltung unserer Funktionsräume berichtete ich, wie etwa dem farblichen Sortieren der Materialien, was nicht nur das
Regelverstehen der Kinder stärkt, sondern ebenfalls
zur sprachlichen Bildung genutzt werden kann. Mit
den Kindern in Polen sprach ich nur Deutsch.
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Einer meiner schönsten Momente
Ich weiß aus meinem Alltag, dass Steckblumen
oder selbst gemachte Knete immer gut ankommen.
Außerdem empfand ich die regelmäßige Zusam-
Diese Materialien waren den Kindern in Polen
menarbeit mit externen Kooperationspartnern
bisher unbekannt. Es war wirklich toll, anzusehen,
bereichernd. Diese besuchten die Einrichtung
wie interessiert und konzentriert sich die Kinder
monatlich, wie beispielsweise Musikerinnen und
damit auseinandersetzen. Dies war auch einer der
Musiker der Philharmonie. Sie brachten Musik-
schönsten Momente dort. Dabei entstanden
instrumente in die Einrichtung, erklärten diese und
kreative Werke der Kinder, die mich beeindruckten.
erarbeiteten gemeinsam mit den Kindern kurze
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