Fröbel-Rahmenkonzeption - Anleitung / Ressource - Seite 11
Inklusion und Vielfalt
Inklusion bedeutet für uns die Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt
in all ihren Facetten.
Ein Grundprinzip von Inklusion und Vielfalt ist,
dass alle Kinder das Recht auf gemeinsames
Spielen und Lernen haben. Dafür schaffen wir eine
Umgebung, in der jedes Kind sein volles Potenzial
und seine Stärken entfalten und seinen Bedürfnissen nachkommen kann, indem wir Barrieren für
die Teilhabe aller abbauen.
Die pädagogischen Angebote in unseren Einrichtungen sind für alle offen. Kostenpflichtige
Angebote Dritter bieten wir nur an, wenn wir die
Teilnahme aller Kinder z. B. durch Spenden,
Fördermitgliedsbeiträge, Förderprogramme oder
Bildungs- und Teilhabepakete sicherstellen
können.
Im pädagogischen Alltag greifen wir die Vielfalt
der Menschen in Gesprächen und Projekten, in
der Raum- und Materialgestaltung sowie im Spiel
auf. Mit Neugierde, Anerkennung und Wertschätzung begegnen wir dieser Vielfalt.
Die Heterogenität der Menschen – Kinder und
Erwachsene – ist für uns Normalität und Quelle
für die Gestaltung des pädagogischen Alltags.
Wo Menschen zusammenkommen, treffen immer
Personen verschiedener Sprachen, Nationalitäten,
Religionen und Weltanschauungen, sozioökonomischer Hintergründe und Lebenswelten, Fähigkeiten und Geschlechter aufeinander.
Wir begreifen diese Heterogenität
als Chance, die vielfältige Bildungserfahrungen ermöglicht und neue
Horizonte eröffnet.
Wir wirken Benachteiligungen und Diskriminierungen aktiv entgegen und tragen so zu einem
offenen, wertschätzenden und gleichberechtigten Miteinander bei. Unser Auftrag ist es, die
gleichberechtigte Teilhabe und ganzheitliche
Förderung aller Kinder zu gewährleisten.
Wir heißen Kinder und ihre Familien
sowie Fröbel-Mitarbeitende mit ihren
vielfältigen Kompetenzen, Stärken, Interessen und Sichtweisen willkommen.
Grundpfeiler dafür ist die vorurteilsbewusste Pädagogik.
Dieser Ansatz fördert Bildungs- und Entwicklungsgerechtigkeit und wirkt Diskriminierung
entgegen. Wir reflektieren unsere eigenen Annahmen und Vorstellungen, um so ein inklusives
Umfeld zu schaffen, das Vielfalt in all ihren
Facetten wertschätzt und als Bildungsmoment
nutzt.
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