Fröbel-Rahmenkonzeption - Anleitung / Ressource - Seite 19
Bildungs- und
Erfahrungsräume
Durch anregend gestaltete Innen- und Außenbereiche unterstützen wir die Kinder darin,
ihren Entwicklungs- und Selbstbildungsprozessen
nachzugehen. Sie erhalten dadurch die Möglichkeit, sich vielfältigen Themen und Materialien
unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade zu widmen.
Individuelle Dokumentationen
und sprechende Wände
Teile der Beobachtungen fassen wir in einer
individuellen Dokumentation der Bildungs- und
Entwicklungsprozesse eines Kindes zusammen.
Hierbei liegt der Fokus darauf, das Kind und
dessen Familie aktiv in den Prozess einzubinden
und gemeinsam zu entscheiden, welche Inhalte
präsentiert und dokumentiert werden sollen.
Durch den Einsatz digitaler Medien (Kameras,
Tablets) werden Fotos, Videos und Sprachaufnahmen in die Dokumentation von Erlebnissen
sowie Bildungs- und Entwicklungsmomenten
integriert.
Daneben fertigen wir gemeinsam mit den Kindern
Dokumentationen an, z. B. in Form von sprechenden Wänden, die sich auf die Kindergemeinschaft
und die gesamte Einrichtung beziehen. Der
pädagogische Alltag wird dadurch für alle Beteiligten – den Kindern selbst und deren Familien
– gegenüber transparent gemacht.
Die Kinder können das Erlebte und Gelernte noch
einmal sehen und über ihre Aktivitäten ins Gespräch kommen. Die Familien erfahren zusätzlich,
durch welche Impulse die Kompetenzen ihrer
Kinder angeregt und gefördert werden.
Die Räumlichkeiten und Außenbereiche
sind in ihrer Ausgestaltung an den Ansatz aus Reggio „der Raum als dritte
pädagogische Fachkraft“ angelehnt und
sprechen alle Sinne der Kinder an. Sie
regen zu Aktivitäten an und unterstützen
so Bildungs- und Entwicklungsprozesse.
Bei der Gestaltung achten wir auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Bewegungs- und
Ruhezonen sowie Begegnungs- und Rückzugsorten. Die Kinder können im Tagesablauf ihren
Interessen nachgehen. Selbstbestimmtes Agieren
steht im Mittelpunkt.
Unterstützt wird dies durch ein raum- und
kindgerechtes Orientierungs- und Aufbewahrungssystem der Materialien.
Durch die Mitbestimmung der Kinder und
die regelmäßige Beobachtung und deren Auswertung passen wir die Räume in
einem partizipativen Prozess ihren
Bedürfnissen, Bildungsinteressen und
Wünschen an.
Dies erreichen wir durch den Einsatz möglichst
flexibler Raumgestaltungselemente.
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