Fröbel-Rahmenkonzeption - Anleitung / Ressource - Seite 23
Bezugsfachkräften noch einmal begrüßt werden,
über Erlebnisse des Vortages oder Vorhaben des
Tages berichtet wird oder wichtige Entscheidungen gemeinsam besprochen werden.
Bei der Verabschiedung schenken wir dem Kind
und seiner Familie eine besondere Aufmerksamkeit, indem wir wichtige Informationen oder
spannende Anekdoten aus dem Alltag teilen.
Auch die Kinder in unseren Horten und offenen
Ganztagseinrichtungen, die den Nachhauseweg
bereits allein bewerkstelligen, erhalten diese
Aufmerksamkeit am Ende ihres Tages bei uns.
Wir begleiten sensibel den bevorstehenden
Abschied von Gewohntem und Liebgewonnenem
– von Freundinnen und Freunden, einer vertrauten
Umgebung und von erwachsenen Bezugspersonen. Darüber hinaus pflegen wir einen Kontakt zu
den Grundschulen sowie Horten und Einrichtungen des Offenen Ganztags in der näheren Umgebung. Die Kinder haben die Möglichkeit, die
neuen Bildungseinrichtungen durch Besuche oder
gemeinsame Projekte kennenzulernen.
Die zahlreichen anderen kleinen Alltagsübergänge, wie zum Beispiel vom Freispiel zum Mittagessen oder von der Ruhephase in den Nachmittag, werden von uns ebenfalls achtsam begleitet.
Wartezeiten überbrücken wir durch eine angenehme Atmosphäre, kleine Angebote und individuelle Rituale.
Übergang in die Grundschule
Ein weiterer wichtiger Schritt für jedes Kind,
seine Familie und uns ist der Übergang in die
Grundschule, den wir gemeinsam gestalten.
Wir betrachten dabei die gesamte Zeit
bei uns als ebenjene, in der die Kinder
durch vielfältige Impulse und Projekte
sowie anregend gestaltete Bildungs- und
Erfahrungsräume Basis- und Zukunftskompetenzen erwerben sowie Bildungsund Entwicklungsprozesse durchlaufen,
mithilfe derer sie gestärkt ihr Leben im
Allgemeinen sowie ihre weitere Bildungslaufbahn aktiv mitgestalten können.
Gleichzeitig zeigt sich, dass gegen Ende der
Kindergartenzeit neben Neugier auf das Kommende auch Sorgen und Ängste auftreten können. Diese greifen wir auf und bieten den Kindern
und ihren Familien eine sozial-emotionale Unterstützung an.
Familien möchten die Sicherheit haben, dass ihr
Kind ausreichend auf die Schule vorbereitet ist.
Auf der Grundlage der Bildungs- und Entwicklungsdokumentation sowie individueller Entwicklungsgespräche und dem Kindergartenabschlussgespräch informieren wir die Familien darüber,
welche Kompetenzen ein Kind für einen erfolgreichen Übergang in die Grundschule im Laufe
der Zeit bei uns erworben hat.
Eine transparente Kommunikation des pädagogischen Alltags macht zudem sichtbar, welche
Bildungs- und Entwicklungsprozesse angeregt
werden. Außerdem bieten wir Veranstaltungen
mit bedarfsgerechten Informationen zu dem
Thema Übergang in die Grundschule an, um
dieser Sorge zu begegnen.
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